Vorspiel: Ein Trio gibt den Ton an
Die Wertungsspiele sind auch für die Organisatoren ein Härtetest.
Von Reiner Schick
Baustetten "Wertungsspiele haben einen besonderen Anreiz und ein anderes Flair als etwa ein Jahreskonzert. Man will schon wissen, wo man im Vergleich zu anderen Kapellen steht." Michael Bohn weiß, wovon er spricht. In seinen 13 Jahren als Dirigent beim MV Baustetten hat er sich mit seinen Musikern durch manches Wertungsspiel gekämpft. Und so weiß er auch, was es für die Kapellen bedeutet, optimale Bedingungen für das Vorspiel vor der gestrengen vierköpfigen Jury vorzufinden. Eine bessere Besetzung für diese Aufgabe kann es also kaum geben.
Als Solist wäre Michael Bohn dabei freilich überfordert. "Die Vorbereitung ist eine aufwändige Geschichte. Das schafft einer alleine nicht. Deshalb sind wir ein Team von drei Leuten", sagt Bohn. Allein für die Erstellung des Zeitplans mussten sich er, Jugend-Dirigent Stefan Birk-Braun und Manfred Hensinger mehrere Abende zusammensetzen, um die 40 Kapellen mit ihren individuellen Terminwünschen auf eineinhalb Tage und zwei Hallen - Kulturhaus Laupheim und Mehrzweckhalle Baustetten - aufzuteilen.
Am Samstag, 4. Juni, wird schon ab 7.30 Uhr bis 17.45 Uhr durchgespielt, am Sonntag, 5. Juni, von 7 Uhr bis 10.30 Uhr. Das bedeutet Schwerstarbeit für die vier Juroren - und die die Organisatoren. Es gilt, in beiden Hallen für die Verpflegung der Mitwirkenden und Zuhörer - die sind bei freiem Eintritt willkommen - zu sorgen, sich um die Parkplätze zu kümmern. Und: Nach jedem Auftritt einer Kapelle muss die Bühne umgebaut werden. "Alle Vereine mussten uns einen Sitzplan zuschicken, an dem wir die jeweilige Bestuhlung ausrichten", sagt Bohn. So werden allein 40 bis 50 Helfer mit der Durchführung des Wertungsspiels beschäftigt sein, unterstützt wird der MV Baustetten vom MV Mietingen und der Stadtkapelle Laupheim.
Zu bewundern sind die Musiker dann auch am Sonntag ab 13 Uhr beim Umzug mit 94 Kapellen. "Das sind so viele wie noch nie", freut sich Michael Bohn.