8000 Quadratmeter Fläche: Ein guter Plan ist die halbe Miete SZ-Serie: Die Macher des Kreismusikfests Heute: Otmar Keller und das Festgeländeteam
Von Reiner Schick
BAUSTETTEN - Bislang kündeten in Baustetten bloß Plakate und Werbebanner vom nahenden Kreismusikfest. Jetzt ist aber auch der Festplatz unübersehbar: Am Dienstag stellten rund 60 Mann des Musikvereins das Festzelt auf dem alten Sportplatz an der Laupheimer Straße auf. Gestern wurde auf der Fläche von 3750 Quadratmetern der Holzboden verlegt.
Ein wenig bange war dabei Otmar Keller zumute. Nicht, dass er an einem pannen- oder unfallfreien Gelingen der Aufbauarbeiten gezweifelt hätte, aber nachdem das Zelt geliefert und das Gerüst ausgelegt wurde, "habe ich als erstes geschaut, ob meine Berechnungen stimmen". Jeden Tisch und jede Bank, jeden Wasser und jeden Elektroanschluss, jeden Zapfhahn, jedes Spül- und jedes Handwaschbecken, jeden Bräter und jede Friteuse hat der Vereinselektriker mit einem CAD-Computerprogramm, dessen Handhabung er sich hobbymäßig angeeignet hat, auf einem Plan eingezeichnet.
Vor allem aber wurden auf dem Gelände schon zuvor 300 Meter Abwasserleitungen verlegt. Sie sollen das vom Zeltdach fließende Regenwasser – ein Unwort für die auf fünf Tage Sonnenschein programmierten Musiker – in den Abwasserkanal leiten. Logisch, dass das Zelt auch an dem berechneten Platz stehen sollte. "Es passt hundertprozentig", stellte Keller schließlich zufrieden fest.
Zusammen mit dem Wasserexperten Roland Sontheimer, Peter Hensler und dem Vorsitzenden Anton Hettich hat Keller unzählige Sitzungen ("eine oder zwei – pro Woche!") abgehalten, um den Aufbau
des Festgeländes zu planen. "Ein Haufen Arbeit", weiß Keller.
So galt es, rund 300 Tische im Innen- und 250 Tische im Außenbereich sinnvoll anzuordnen, die Ausstattung des Versorgungszelts mit getrennten Getränke-, Essens- und Spülbereichen zu regeln, ein Festbüro sowie Räume für DRK und Feuerwehr unterzubringen, ausreichend Toiletten, Fluchtwege und Notausgänge einzuplanen und die Wasser- und Stromversorgung zu sichern.
"Die Jugend hilft gut mit"
Keller und sein Team machen so etwas nicht zum ersten Mal, schließlich veranstaltet der Musikverein jedes Jahr sein Zeltfest. Als Beobachter des Zeltaufbaus stellte man fest: Da ist ein eingespieltes Team am Werk. Wobei sich Otmar Keller über eines besonders freut: "Ich muss sagen, unsere Jugend hilft gut mit."
"Grundkenntnisse sind vorhanden, aber diesmal ist halt alles ein paar Nummern größer", fügt Sontheimer an. Als Beleg dienen einige Zahlen: Rund 3000 Besucher sollen im und nochmals 2000 außerhalb des Festzelts auf dem insgesamt rund 8000 Quadratmeter großen Gelände Platz finden. Aus rund 30 Zapfhähnen wird, so Paul Eble von der Laupheimer Kronenbrauerei, das Festbier fließen. Na denn: Prost!